Aktiennews und Börsennachrichten
Welchen Quellen kann man trauen und bei welchen sollte man vorsichtig sein?
Bei vielen spielen die eigenen Gefühle bei Investitionsentscheidungen nur all zu oft verrückt. Aus diesem Grund ist für erfolgreiche Investoren, Spekulanten und Trader eine saubere Informationsbeschaffung unerlässlich. Aber wie findet der Anleger die für ihn verlässlichsten Aktiennews und Börsenachrichten?
Bei Börsen Newslettern und Internetforen tummeln sich leider immer häufiger Finanzbetrüger und Scharlatane.
Immer mehr Newsletter, aber auch Internetforen dienen einzig und allein dem Zweck, deren Herausgeber reich zu machen. Das so genannte „Scalping“ erfreut sich unter Finanzbetrügern zunehmender Beliebtheit. Gerade unter den Newslettern die „Insidertipps“ parat halten, finden sich viele Betrüger.
Das Vorgehen ist relativ einfach gehalten und funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip. Die Herausgeber solcher Newsletter kaufen sich kräftig in bestimmte Aktienwerte (meist kleine finanzschwache Unternehmen) ein. Danach empfehlen Sie deren Lesern, genau diese Wertpapiere zu kaufen. Hat nun der Newsletter eine sehr große Leserschicht, kaufen entsprechend viele „Lemminge“ nach (im Fachjargon werden so die betrogenen Leser bezeichnet), wodurch der Aktienkurs durchaus real erst einmal steigt. Nach ein paar Tagen steigen die ursprünglichen Investoren dann wieder aus, wodurch deren treue Leser mit einem fallenden Kurs „scalpiert“ werden. Meistens haben die Herausgeber im Vorfeld größere Summen investiert, sodass 10 % Kursverlust und mehr, durch den Ausstieg des „Großaktionärs“ keine Seltenheit darstellen. Der weitere Kursverlauf deutet dann meist nur steil bergab. Sind von den Herausgebern solcher Informationen, dann auch noch Strohmänner als Investoren eingesetzt worden, kann nicht einmal die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) irgendwelche Gegenmaßnahmen ergreifen. Es fehlt dann schlichtweg an Beweisen.
Natürlich gibt es auch einige wenige wirklich seriöse Newsletter und Börsenbriefe. Diese sind fundiert recherchiert und bieten neutrale und objektive Informationen. Hier sollte man allerdings vor allem auch auf die Reputation des Anbieters achten. Renommierte Anbieter sind meistens schon seit Jahren in dem Bereich aktiv und verfügen über eine treue Leserschaft.
Generell sollte auch vor Spam-eMails und unaufgeforderten Faxen Abstand gehalten werden. Auch hier findet diese Masche immer häufiger Anwendung. Ein weiteres Problem ist gerade aber auch bei Internetforen, dass auch unqualifizierte Besucher Foreneinträge hinterlassen dürfen.
Bankenportale und traditionelle Finanzzeitungen immer noch die seriösesten Quellen.
Bankenportale und traditionelle Finanzzeitungen stellen immer noch die objektivsten Informationsquellen dar. Nachdem solche Unternehmen viel Geld mit Corporate Branding in ihre Markennamen investiert haben, ist es sicher nicht in deren Interesse ihren guten Ruf mit offensichtlichen Fehlinformationen zu beschmutzen. An deren Finanzjournalisten werden hohe Anforderungen gestellt, damit möglichst objektiv berichtet werden kann.
Finanznachrichten im TV, sollten danach bewertet werden, ob nicht nur irgendein „Börsenguru“ zu Kaufentscheidungen einzelner Werte anregen möchte. Am sichersten sind immer noch relativ breit gehaltene Informationen, wie über einzelne Wirtschaftsbranchen. Ein „Sculping“ scheint hier weniger wahrscheinlich, aufgrund der Breite an Werten.
Ähnliche Artikel:
Weitere interessante Artikel: