Aufbau eines modernen Fernglases
Bauweisen und Qualitätsaspekte
Die zwei Hälften von einem binokularen Prismenfernglases können um die Mittelachse geschwenkt werden. Dadurch werden die beiden Strahlengänge auf einen bestimmten Augenabstand, in der Fachsprach spricht man von der sogenannte Pupillendistanz, der jeweiligen betroffenen Person eingestellt. In der Regel ist eine etwaige Einstellbarkeit von circa 56 bis ungefähr 74 mm vorhanden. Nur in ganz seltenen Fällen beträgt die Einstellbarkeit bei den Gläsern bis zu 78 mm. Die Einstellbarkeit beinhaltet den geringen Abstand zwischen den Okularen. Die faltbaren Kompaktfeldstecher erlauben die Einstellungen bereits schon ab 32 mm. Bei einer perfekten Einstellung und bei einem guten Blick in die Ferne kann der Beobachter durchaus einen Bildkreis erkennen. Es handelt sich hierbei nicht um eine ineinander übergehende liegende 8, die schematisch meistens nur in Spielfilmen dargestellt wird.
Damit eine entspannte Sicht stereoskopisch sehr gut möglich ist, ist die synchronisierte Fokussierung, auch Scharfstellung genannt, der Strahlengänge zu beachten. Bei einer Nichtsynchronisierung oder der Dejustage der optischen Teile, tritt vermehrt bei den Billigprodukten auf, probiert der Kopf des Beobachters die verschiedenen Bilder dazu zu bringen, dass sie gedeckt werden. Dies kann zu Müdigkeit und zu Kopfschmerzen führen. Dachkantprismen-Ferngläser besitzen häufig eine Fokussierung von Innen mit einer Synchronverschiebung in den beiden Strahlengängen von den Linsen oder Prismen.
Bezüglich der Anpassung ist zu erwähnen, dass diese häufig etwas verschiedene Brechkraft von dem linken und von dem rechten Auge einen Dioptrienausgleich verlangt. Dieser Vorgang kann durch das Drehen von einem der beiden Okulare durchgeführt werden.
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